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Geschichte
1991

Aktivitäten des pädagogischen Runden Tisches führen zur Gründung der Sächsischen Gesellschaft zur Förderung der Aktion Jugendschutz

14.02.1992

Gründung der Aktion Jugendschutz Sachsen e.V. in Warmbad

März/April 1992

Einrichtung einer AFT (Aufbau freie Träger) - Kontaktstelle finanziert aus Bundesmitteln

01.01.1993

Beginn der Arbeit der Landesarbeitsstelle mit zwei Mitarbeiterinnen

Herbst 1993

Kooperationsvertrag mit dem Freistaat Sachsen - Landesjugendamt über die Aufgabenverteilung im Kinder- und Jugendschutz

Dezember 1993

Die AFT-Kontaktstelle wird aufgelöst.

Anfang 1994

Es erscheint das erste vollständige Jahresprogramm.

September 1994

ajsInfo 01/1994 wird herausgegeben.

Anfang 1995

ajsfakt wird als Dokumentationsreihe aufgelegt und Projahr als Jahresprogramm etabliert.

Mai 1995

Die Zusammenarbeit mit dem europäischen Projekt "Suchtvorbeugung auf Gemeindeebene ist jedermanns Sache" beginnt.

Sommer 1996

Der Jugendschutztag findet als Großveranstaltung nur noch alle zwei Jahre statt. In den Zwischenjahren werden zwei neue Fachtagungsreihen eingerichtet: "Thema Jugendschutz" und "Partnerschaft Jugendschutz".

Herbst 1996

Der Aufbau der Jugendschutzbibliothek wird begonnen.

Anfang 1997

Die Mitarbeiterzahl in der Landesarbeitsstelle ist auf 7 Personen angewachsen.

März 1997

Die ajs wird Mitglied bei "United Prevention" einem europäisch wirksamen Verein zur Suchtprävention mit Sitz in Eupen/Belgien.

Dezember 1997

Das Regionalbüro Dresden wird aus logistischen und Kostengründen aufgelöst.

Sommer 1998

Das Projekt "Prävention von Jugendlichen für Jugendliche" erfährt bundesweite Anerkennung und Nachfrage.

März 1999

In Plauen findet eine Fachtagung in der Reihe "Partnerschaft Jugendschutz" mit tschechischen KollegInnen und bundesweiter Beteiligung statt.

Mai 1999

Der Internet-Computer-Führerschein ist als Konzept ausgereift und wird als Fort- und Weiterbildungsveranstaltung angeboten.

Mai 2000

Im Sächsischen Landtag findet die erste Projektmesse von Trägern des Kinder- und Jugendschutzes im Rahmen der Reihe "Partnerschaft Jugendschutz" statt.

Dezember 2000

Im Eigenverlag erscheint das Buch "Jugendschutz in Ostdeutschland".

April 2001

Die ajs wird aufgefordert, die Bundesrepublik Deutschland bei einem Kongress der Vereinten Nationen in Schweden zur Prävention von Jugendlichen für Jugendliche zu vertreten.

Juni 2001

Die im Facharbeitskreis Jugendschutzbeauftragte bei der ajs erarbeiteten "Sächsischen Empfehlungen zum Kinder- und Jugendschutz" werden im Landesjugendhilfeausschuss verabschiedet.

20.03.2002

Auf Ersuchen der Mitglieder des bisher beim Sächsischen Landesjugendamt angesiedelten Facharbeitskreis "konfliktträchtige ideologische und religiöse Weltanschauungen" wird dieser Arbeitskreis zukünftig unter dem Dach der ajs fortgeführt.

April/Mai 2002

Der Landesplan Suchtprävention des Freistaates Sachsen erlangt Gültigkeit. Die ajs war maßgeblich an seiner Entwicklung beteiligt.

04. Juni 2002

Die ajs begeht ihr 10-jähriges Bestehen und gibt aus diesem Anlass eine umfangreiche Festschrift über die Entwicklung des Kinder- und Jugendschutzes der letzen 10 Jahre heraus.

01. Januar 2003

In Sachsen wird eine neue Förderrichtlinie für freie Träger der überörtlichen Jugendhilfe gültig. Die institutionellen Förderungen sind abgeschafft. Es erfolgt eine Projektförderung. Für einen Teil der Träger, so auch der ajs, per sogenannten Zuwendungsvertrag. Die Mitarbeiteranzahl sinkt auf 5.

18. August 2003

Im Bildungszentrum des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales in Meißen beginnt der erste berufsbegleitende Fortbildungskurs zur "Fachkraft für primäre Suchtprävention". Der Anstoss für diese Fortbildung sowie die grundständige konzeptionelle Ausarbeitung kamen aus dem Landesausschuss Suchtprävention unter Vorsitz der ajs.

01. September 2004

Der Landesjugendhilfeausschuss beschließt die "Orientierungshilfe Medienerziehung im Kinder- und Jugendschutz". Dadurch kommt es zu einer weiteren Ergänzung der "Sächsischen Empfehlungen zum Kinder und Jugendschutz".

05. Oktober 2004

Zum zweiten Mal findet in der Landeshauptstadt Dresden der "Sächsische Jugendschutztag" statt. Insgesamt ist es der zehnte Jugendschutztag seit 1991. Das Thema der Veranstaltung: Jugendschutz in der Moderne.

Dezember 2004

Die Buchreihe "Kinder- und Jugendschutz" herausgegeben vom Vorsitzenden und Geschäftsführer der ajs erscheint im Münchner KoPäd-Verlag. Das erste Buch der Reihe heißt "Filmrezeption und Mädchencliquen – Medienhandeln als sinnstiftender Prozess". Der Autor ist Medienreferent bei der ajs.

Frühjahr 2005

Trotz intensiver Rückkopplung mit den Nutzern über die sie interessierenden Themen und Vor-Ort-Bedarfe und Aufnahme derselben in unsere Fortbildungsangebote proJahr wird es immer schwieriger, Teilnehmer für die Seminare und Veranstaltungen zu akquirieren. Ursachen scheinen einerseits der immer fortschreitendere Rückbau von Personal in der Jugendhilfe zu sein und andererseits die fehlenden finanziellen Ressourcen der Anstellungsträger. Manche ehemals gut ausgelasteten Bereiche wie z.B. Medien insbesondere der Computer/Internetschutz brechen faktisch vollständig ein.

Sommer 2005

Unser Medienreferent verlässt uns in Richtung des Musiksenders MTV und wird dort verantwortlicher Research Manager.

Herbst 2005

Die ajs veröffentlicht eine CD zum Thema LAN-Party mit wissenschaftlichen Hintergrundinformationen, Vorschlägen für Verwaltungshandeln und praktischen Beispielen für die (sozial)pädagogische Arbeit insbesondere in Jugendfreizeitstätten. Sie findet bundesweites Interesse und ist schnell in erster Auflage vergriffen.

Juni/Juli 2006

Auf einer Sitzung im Sächsischen Sozialministerium erfährt die ajs gemeinsam mit zahlreichen weiteren überörtlichen freien Trägern der Jugendhilfe aus Sachsen durch Staatssekretär Dr. Hauser, dass sie im Rahmen der neuen, ab Jahresbeginn 2007 geltenden Förderrichtlinien mit erheblich geringeren Mitteln zu rechnen haben. Für die ajs bedeutet dies einen Abbau von 2,00 Stellen und eine Sachmittelreduzierung von annähernd 40 Prozent.

2. Jahreshälfte 2006

Die 2. Jahreshälfte 2006 ist einerseits geprägt vom Kampf gegen die Ministeriumsentscheidung vom Juni/Juli des Jahres, andererseits muss alles eingeleitet werden, damit zum Jahresbeginn 2007 der Entscheidung genüge getan werden kann und eine Weiterarbeit möglich ist.

November 2006

Der Vorstand trifft die Entscheidung, die Landesarbeitsstelle nach Dresden zu verlegen. Einerseits musste auf Grund der Ministeriumsentscheidung vom Sommer sowieso in kleinere Büroräume umgezogen werden, andererseits sah zu diesem Zeitpunkt der Entwurf der Sächsischen Funktional- und Verwaltungsreform eine Verlegung des Landesjugendamtes von Chemnitz nach Dresden und Leipzig vor.

01.01.2007

Die neue Landesarbeitstelle der ajs befindet sich auf der Lingnerallee 3, 01069 Dresden. 300 Meter vom Sozial-, Kultus-, Arbeitsministerium und der Staatskanzlei; 100 Meter vom Jugendamt und Rathaus der Stadt Dresden; 50 Meter vom Deutschen Hygienemuseum entfernt - das Landesjugendamt soll mit ins Sozialministerium ziehen - wissen eingeweihte Kreise.

April 2007

Langsam sind die letzten Umzugkartons ausgepackt, und es entsteht Ordnung in den Regalen und Akten. Auch personell sind wir auf der neuen Reststärke von 2,5 Stellen angekommen. Die Erziehungsurlaubsvertretung unserer seit Anfang Dezember im Mutterschutz befindlichen letzten Bildungsreferentin nimmt ihre Arbeit auf. Allerdings verlässt uns Ende des Monats unsere langjährige Verwaltungsmitarbeiterin.

Sommer 2007

Frühwarnsystem zur Vermeidung von Kleinkindtod durch Misshandlung: ein schon länger durch die Medien geisterndes Thema. Jugendschützer werden von der Politik außen vor gelassen, der Gesundheitsbereich kann das besser, Kinderärzte sind anderer Meinung.

Herbst 2007

Es wird immer deutlicher, dass die Anforderungen der überörtlichen Jugendhilfeplanung von 45 (Erwachsenen) Bildungstagen pro Bildungsreferent/in vor dem Hintergrund immer weiter wegbrechender MitarbeiterInnenzahlen in der kommunalen Jugendhilfe mit den klassischen Konzepten feststehender Bildungsveranstaltungen nicht zu erreichen sind. Nach Aussprache mit dem Landesjugendamt wird für 2008 das Inhouse-Konzept favorisiert.

Oktober 2007

Selten ein Jahr mit so viel Jugendschutz! Bundesjugendministerin von der Leyen will trotz der ihr bekannten und in ihrer Mehrheit gegenteiligen Positionen des organisierten und institutionalisierten deutschen Jugendschutzes Testkäufe im Jugendschutz durchsetzen. Sie muss ihr Vorhaben nach massiven öffentlichen Protesten zurückziehen. Ob dies Anlass genug sein wird für die sächsischen Kommunen, die hier Aktivitäten entwickelt haben, diese einzustellen, muss abgewartet werden.

Dezember 2007

Die massivsten wirtschaftlichen Auswirkungen der verordneten Veränderungen des Jahres 2006 sind ausgestanden, mehrfach drohende Insolvenzen konnten abgewendet werden. Allerdings sind auch keinerlei Rücklagen mehr vorhanden.

Januar 2008

Jugendschutzrelevante Themen bleiben weiterhin politisch-mediale Dauerbrenner, sei es der Mitte Dezember 2007 stattgefundene sog. Jugendschutzgipfel bei der Bundeskanzlerin oder das Wahlkampfthema aus Hessen Jugendkriminalität. Auffallend ist, dass ordnungspolitisches Denken eindeutig Vorrang bei den Lösungsansätzen zu haben scheint.